Atashgah – Zoroastrischer Feuertempel

Viele archäologische Wunder aus alten Zeiten befinden sich im Iran. Einer davon ist zoroastrischer Feuertempel Ataschgah in der Großstadt Esfahan. Der ist einfach gut aufgebaut und hat seinen eigenen Charme, aber der ist nicht in der Lage, sich mit anderen iranischen Sehenswürdigkeiten zu messen, die als bedeutende historische Stätte in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen sind. Davon kann man Bam (2004), Pasargadaee (2004), Persepolis (1979), Soltaniyeh (2005), Takht-e Soleyman (2003), Tchoqa Zanbin (1979) und den wunderschönen Naqsch-e Dschahan Platz in Isfahan (1979). Immerhin ist Ataschgah ein Wunder. Zu den anderen großartigen Sehenswürdigkeiten Isfahans zählen auch Freitagmoschee, die wackeligen Minarette, christliche Kirche im Stadtteil Jolfa und die Brücken an dem Zayandehrood entlang. Der sogenannte zoroastrische Feuertempel befindet sich auf einem Hügel. Es ist der einzige Feuertempel in Esfahan und hat eine besondere Geschichte dahinter.

Esfahan hat eine gewalttätige Geschichte erlebt und hat deswegen viele Sehenswürdigkeiten verloren. Bevor Araber ins Land einmarschierten, gab es viele Feuertempel in Esfahan. Araber vernichteten alle ausgenommen dieser Feuertempel auf einem Hügel. Warum überlebte dieser Tempel? Es ist steil und zu schwer hinaufzuklettern, vor allem im Sommer. Vielleicht waren die Araber nach dem Aufstieg auf diesen Hügel so erschöpft, dass sie keine Energie mehr hatten, ihn zu zerstören. Araber regierten bis 1050 in Esfahan. Sie wurden von einer türkischen Dynastie zurückgeschlagen, die 1051 Isfahan eroberte. Die Türken wurden im frühen 13. Jahrhundert von Dschingis Khans mongolischen Kriegern vertrieben, später jedoch von turkmenischen Stämmen, osmanischen Türken und europäischen Kolonialisten wie Portugal wieder vertrieben. Die Stadt wurde seitdem mehrmals angegriffen und die Situation war im Laufe der Jahrhunderte bis zum Ende des 20. Jahrhunderts sehr instabil.

Der Zoroastrismus war einst die Staatsreligion des Sassanidenreichs im Iran und spielte eine zentrale Rolle in den Reichen der Achämeniden und Parther in Persien – das heute offiziell Iran genannt wird. Die Religion wird von einigen Anhängern auch als Mazdaismus und von anderen als Zarathustrianismus bezeichnet.

Viele Züge des zoroastrischen Glaubens sind noch in Kultur und Tradition der iranischen Bevölkerung erkennbar, von Kurdistan und dem Kaukasus bis zum Iran und Zentralasien. Lonely Planet (www.LonelyPlanet.com) berichtet: “Die Religiosität Irans ist sein auffälligstes kulturelles Merkmal – Es dringt alle Aspekte des Lebens durch.”

Die Schönheit der Stadt, die erstaunlichen Sehenswürdigkeiten und die faszinierende Geschichte sind schon allein Grund genug für einen Besuch der Stadt.

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